Sonntag 25. November:

11:00 Uhr: Gottesdienst zum Ewigkeitssonntag wir gedenken unserer Verstorbenen

In diesem Grab liegt Anich Peter, die Frau begrub man hier erst später. Man hat sie neben ihm begraben, wird er die ewige Ruh´ nun haben?”- Ist das der geschmacklose Witz eines Komikers im Fernsehen zum Thema Tod? – Nein.

Das ist eine echte Grabinschrift. Der Grabstein mit diesem Spruch steht auf dem einzigen Friedhof der Welt, auf dem keine Toten liegen. Dieser Friedhof in Suedtirol ist naemlich ein Museum. Gesammelt wurden lauter Grabsteine, mit den sogenannten “Marterlspruechen”, mehr oder minder humorig deftigen Versen, die die Menschen dieser Region sich ueber Ihre Entschlafenen ausdachten und in Stein meiselten, wie auch diesen:  “Hier schweigt Johanna Vogelsang, sie zwitscherte ihr Leben lang.” Und noch eine letzte Kostprobe: “Hier liegt Johannes Weindl, er lebte wie ein Schweindl. Gesoffen hat er wie ´ne Kuh, der Herr geb ihm die ew´ge Ruh.”

Nur mit Humor lassen sich offensichtlich manche ernste Dinge ertragen, und kaum ein Thema ist ernster als der Tod.

Gleich zwei Sonntage im Kirchenjahr widmen sich ihm, sie beenden das Kirchenjahr, bevor die froehliche Adventszeit beginnt.

Die Gottesdienste am 18. und am 25. November sind dem Thema Vergaenglichkeit und Sterben gewidmet, mit jeweils verschiedener Akzentsetzung. Am kommenden Sonntag geht es um die konsequente Begrenztheit unserer zeitlichen Existenz, was unausweichlich auf uns zukommt.

Am darauffolgenden Sonntag lassen wir uns von einem Licht, das aus der Ewigkeit herausscheint, erleuchten und troesten, gedenken all derer, die wir vermissen, weil wir sie verloren haben.

Einfach sind diese beiden Sonntage nicht. Weglachen werden wir sie nicht, aber auch nicht verdraengen, was Sterben bedeutet.

Mut braucht es, sich diesen Thema zu stellen, sich damit auseinanderzusetzen.

In unserer Gemeinde werden wir den Tod zur Sprache bringen, ohne Angst zu machen, einzuschuechtern oder in Depression zu verfallen.

Im Gegenteil: Es soll erfahrbar werden, dass gerade der christliche Glaube uns befaehigt, realistisch zu sein.Das Leben zu geniessen und als Gewinn zu erachten, ohne das Negative zu leugnen oder aus dem Blick zu verlieren.

Ich wuerde mich sehr freuen, wenn Sie sich von dem christlichen Mut anstecken lassen und gemeinsam das Ende des Kirchenjahres feiern wuerden.

16:00 Uhr: Adventskranzbasteln im Pfarrhaus
RSVP Pastor Andrea

Posted on November 12, 2012, in Uncategorized. Bookmark the permalink. Leave a comment.

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